Neue Strecke, bekannte Gegner: Alois Höller geht am Wochenende in Italien an den Start
Eine nicht ganz alltägliche Premiere wartet am kommenden Wochenende auf den Mühlviertler Rallycrosser Alois Höller (Ford Fiesta 4x4): Bei dem zur nationalen Meisterschaft und zur FIA-Zone zählenden Rennen trifft er auf der für ihn neuen Strecke in Castello di Branzuzzo in Italien auf altbekannte Gegner.
„Ich kenne die Bahn nicht, sie ist für mich völliges Neuland“, sagt der Routinier zu der Strecke in der Nähe von Mailand. Damit er dort überhaupt mit dabei sein kann, hat er bereits eine „Behörden-Sonderprüfung“ hinter sich: „Wahnsinn, welche Bürokratie in Corona-Zeiten notwendig ist, damit man im Ausland ein Rennen fahren kann“ erzählt er.
Sportlich wartet in Italien auf ihn eine bekannte Herausforderung: Mit dem Ungarn „LUIGI“ auf einem Peugeot 208 und dem Polen Zbigniew Staniszewski (Ford) sind jene beiden Konkurrenten mit dabei, die auch in der international ausgeschriebenen ÖM vor ihm liegen. Nach dem Totalausfall Anfang Juni in Greinbach ist der Rückstand dabei schon beträchtlich: Höller hält als Dritter bei 32 Punkten, der in der Meisterschaft führende „LUIGI“ bei 74.
„Wenn ich noch eine Chance haben möchte, muss ich in Castello möglichst satt anschreiben. Das wird in Anbetracht der starken Autos, die meine Konkurrenten an den Start bringen, nicht ganz einfach – aber ich werde alles versuchen“, sagt Alois Höller. Dabei hofft der Mühlviertler, dass ihn die Technik nicht im Stich lässt: Zuletzt machte der Motor immer wieder Probleme. „Um mithalten zu können, müssen wir absolut ans Limit gehen. Und damit steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit für Defekte“ meint der vielfache Champion dazu.